Wehmut…

…Und dann sind da wieder diese Momente: wenn das MiniMinimonster abends spät seinen Kopf auf meine Schulter fallen lässt, weil er sonst nicht wieder einschlafen kann und ich das „auf-dem-Arm-halten“ genieße und mich frage wie lange ich ihn noch werde so halten können. Die Momente, in denen ich an all die anstrengenden Nächte denke, in denen ich ihn als Säugling getragen habe und daran dass das schon wieder so lange her zu sein scheint…

Dann möchte ich mich am liebsten an jenen Moment festkrallen, nie zur Arbeit gehen und jede Nacht mit meinen Kindern im Arm schlafen (dann würd ich zwar kein Auge zumachen, das hat aber in den romantischen Überlegungen des Augenblicks keinen Platz).

Und da ist er dann, der oft gehörte Eltern- und Großeltern Satz:

„Sie werden ja so schnell groß!!!“

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Ich möchte jeden dieser Momente in mich aufsaugen – nie vergessen – immer parat haben, wenn ich doch mal genervt und müde bin. Ich nehme mir dann immer ganz fest vor auch im Alltag die Augen und das Herz immer offen zu halten um diese Momente zu erkennen. Das gelingt bei weitem nicht immer aber ich werde es weiter versuchen und mich bemühen im JETZT bei meinen Monstern zu sein und nicht schon immer bei „Morgen“ oder in „2 Wochen“ oder „Wenn die Kinder endlich im Bett sind“.

In diesem Sinne, ich geh jetzt mal kuscheln und lachen…

Pink Monday – wieder da!

Einen schönen Montag zusammen!

Nach einem kleinen Zwischentief mit richtig schlechter Stimmung, die selbst die Pink-Monday-Gedanken nicht zu durchbrechen vermochten, bin ich nun doch wieder da! Hustend zwar – aber das ist ja zum Glück nur analog übertragbar…

Also, hier die Glücksmomente für diese Woche:

1. Der unglaublich leichte und mal zur Abwechslung gar nicht dicke, feuchte Abschiedsschmatzer der MiniMonsterin im Kindergarten – seufz! Die Maus wird grade in Riesenschritten groß!

2. Ein Morgen ohne Stress und Geschrei, dafür aber mit gesundem Frühstück (von größeren Mengen Ahornsirup mal abgesehen), zufriedenen Kindern und pünktlicher Abreise aller 4 Beteiligter. Ich gehe ja mal davon aus, dass das bei Euch IMMER so abläuft, aber hier ist es – besonders an Montagen – dann doch ab und zu mal anders…

3. Zeit! Zeit für einen Kaffee, um Anrufe zu erledigen, Rechnungen zu bezahlen, im Internet zu stöbern, ins Reisebüro zu gehen, Wäsche zu sortieren und einfach all die liegengebliebenen Kleinigkeiten zu erledigen. Diese Kleinigkeiten, die einem im Hinterkopf rumschwirren und die Laune runterziehen, weil sie auf der „noch zu erledigen“-Seite stehen. Einige davon finden sich nun auf der „Erledigt!“ -Seite wieder. Gutes Gefühl.

4. In der Grünen Liebe mit „Da ist ja die Frau Doktor!“ begrüßt worden 🙂 – stimmt zwar nicht so ganz mit dem Titel, aber ich find es trotzdem schön, dass man auch in der Großstadt nach und nach so seine Ecken findet, an denen man sich kennt und es beweist doch mal wieder, dass es hier in den Veedeln ganz und gar nicht unpersönlich ist.

5. Die Sonne. Und unsere wunderbar helle offene Küche. Und beides zusammen.

6. Verständnisvolle und einfach nur nette und unkomplizierte andere KindergartenMütter, die von sich aus anbieten die MiniMonsterin mal wieder nachmittags mitzunehmen.

7. Pläne schmieden: ob es jetzt das Angrillen, der Kurztrip oder der Sommerurlaub ist, es macht einfach Spaß schonmal ein wenig in Vorfreude zu schwelgen…

In diesem Sinne: es dauert sicher nicht mehr lange bis zum ersten schönen Abend mit über 20°…

bis dahin: eine schöne Woche!

Fußkurs I – Arthrodesenkurs in Aachen

Es gibt ja Menschen, die wissen schon von Kleinauf, was sie später mal werden wollen. Da findet man dann Astronautin, Baggerführer, Ballerina, Fußballstar und auch mal Ärztin. (Bei mir war die erste Idee, an die ich mich erinnere übrigens Architektin)

Und auch unter den Ärzten gibt es einige, die schon immer ganz genau wissen, wohin es mal gehen soll: Der Allgemein-Chirurg, der stundenlang komplizierte Bauch-OPs macht, die Unfallchirurgin, die Arthroskopien zu Ihrer Leidenschaft erklärt oder die Kinderorthopädin, die krumme Babyfüße (und deren Eltern) behandelt.

Bei mir war das leider noch nie so und ist es auch noch immer nicht. Also hieß und heißt es: Ausprobieren! Machen und mal schauen wie es sich anfühlt!

Und genau aus diesem Grund habe ich nun vor einer Woche den ersten „Fußkurs“ besucht. Um zu sehen, ob dieser Teilbereich der Orthopädie/Unfallchirurgie vielleicht „mein“ Bereich werden könnte.

Und ich muss sagen, es hat wirklich viel Spaß gemacht und die Motivation gesteigert sich in diesem Bereich weiter zu bilden (und nochmal die Anatomie zu wiederholen…)

Ich war mit einer Freundin beim Arthrodesen-Kurs in Aachen unter der Leitung von Herrn Dr. Frank, Frau Dr. Abbara und Prof. Dr. Prescher.

Insgesamt war es ein runder Kurs mit guten theoretischen Einführungen, angenehmer Verpflegung, guter Gruppengröße und interessanten praktischen Übungen mit genug Zeit für Fragen und Problemlösungen.

Für mich war es der erste Kurs in Operationstechnik an Leichen und ich muss schon sagen es ist einfach eine unglaublich tolle Sache, dass man die Möglichkeit bekommt so zu üben. Wenn man einfach mal mutig los operieren kann, weil man weiß, dass man demjenigen nun mit Sicherheit keinen bleibenden Schaden zufügt. Das ist gerade für jemanden wie mich, mit noch geringer eigener OP-Routine richtig gut. Und hat mir gezeigt, dass ich durchaus mutiger sein kann, weil es wirklich gut geworden ist.

Das Highlight des Kurses war aber (neben dem o.g. persönlichen Erfolg) die anatomische Einführung in das Gebiet durch Prof. Prescher. Es war zwar an beiden Tagen die erste Vorlesung und dementsprechend früh, aber ich kann nur sagen: es lohnt sich! Ich war immer ein großer Anatomie-Fan, aber von wievielen Dingen, die es am Fuß so gibt, wusste ich bisher nichts!!! Wahnsinn. Eine Stunde, in der man wunderbar zuhören kann und die Passion von Prof. Prescher ansatzweise zu verstehen beginnt.

Also, alles in allem ein gelungener Kurs, den ich nur weiterempfehlen kann…

 

Grüne Liebe in Ehrenfeld

Seit dem 2.2. gibt es in Ehrenfeld einen kleinen und sehr feinen Laden mit einer großen Philosophie: „Krummes Gemüse und Obst soll nicht weggeworfen werden“.

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Drei Kölner, die zusammen bisher eigentlich eine Produktionsfirma hatten, sind bei einem Dreh auf die Verschwendung von häßlichem Obst, Einzelbananen und nicht normgerechtem Gemüse gestoßen. Dies liegt nun nicht mehr, wie so oft angenommen, an den viel zitierten EU-Normen, sondern oft auch an der Logistik im Großmarkt oder Supermarkt. Es ist heutzutage billiger, den Dreierpack Paprika, in dem die Rote vermatscht ist, oder die krumme Gurke wegzuwerfen, als jemanden anzustellen, der umsortiert oder umetikettiert.

Und genau diese Logistik übernehmen Sascha, Simon und Gesine zusammen mit ihren Helfern für die Bauern und den Großmarkt.

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Und aus diesem krummen Obst und Gemüse werden, wie ich seit ein paar Tagen bestätigen kann, leckere Suppen, Smoothies und Säfte, die man übrigens auch ganz wunderbar mitnehmen kann – praktisch und umweltfreundlich in den schönen Bügelflaschen.

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Am Samstag war ich mit den MiniMonstern dort.  Das Ziel: mich mit Vitaminen vollzupumpen, um den langen Tag mit den beiden Energiebündeln gut zu überstehen. Die 2 haben sich durch das Obstsortiment gefuttert, das MiniMonster hat den grünen Smoothie-Shot probiert und sich in eine Orange mit schwarzen Punkten verliebt.

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Heute war ich zum Mittagessen dort und habe eine köstliche Erbsen-Minz-Suppe probiert. Ganz hervorragend und zuckersüß war auch der selbstgemachte Apfelsaft aus Kölner Äpfeln – hmmmm! Zum Abschluss gab´s noch einen Apfel-Möhre-Ingwer Saft. Ich bin noch immer völlig high von den ganzen Vitaminen.

Das Tollste aber ist, wie der Laden von den Ehrenfeldern, Kölnern und anscheinend auch über die Kölner Grenzen hinaus angenommen wird. Während ich dort war und noch ein paar Fotos gemacht habe, traf eine Reisegruppe von 7 Damen ein –  geschätzt so ab 55 Jahren aufwärts. Die Damen machten gerade eine Köln-Reise und die Tochter einer der Ladies hatte Ihnen gesagt, sie müssten unbedingt zur Grünen Liebe.

Und schon gingen 7 weitere Suppen, Limonaden und Smoothies über die Theke.

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Zum Abschluss habe ich bei den Außenaufnahmen noch Sven und Daniel von ergobag kennengelernt – die 2 arbeiten in der ergobag Zentrale eine Straße weiter und sind augenscheinlich auch schon zu zufriedenen Stammkunden geworden.

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Also: auf jeden Fall bei der Grünen Liebe vorbeischauen und sich durch die Karte schlürfen!

Und falls jemand noch mehr über die Grüne Liebe erfahren möchte: ein Radiointerview mit dem Mitbegründer Sascha gibt es hier.

 

 

Pink Monday – Sonne statt Regen

Es ist schon März!!! Kaum zu glauben. Und heute entgegen aller Vorhersagen (na gut es war nur apple 😉 ) auch noch fast schon frühlingshaft.

Da fällt es doch gleich ein wenig leichter gut gelaunt und mit sonnigem Gemüt in die Woche zu starten:

1. Endlich wieder neben dem WeltbestenEhemann aufgewacht!

2. Das MiniMonster verabschiedet sich bei mir nur mit einem klitzekleinen Winken und düst zu seinen kleinen Freunden zum Spielen. Ein kurzer Stich in der  Magengegend und dann breitet sich Freude und Stolz darüber aus, dass er dort so glücklich ist, sich wohl fühlt und problemlos von mir weggeht, weil ich anscheinend irgendetwas richtig gemacht habe und es in den eineinhalb Jahren doch geklappt hat dem kleinen Mann ein Grundvertrauen mitzugeben. Juchuuu!

3. Das Rad aus dem Keller geschleppt, geputzt (ein wenig) und dann bei schönstem Sonnenschein durch Köln gefahren.

4. Mich durch den Internet-Auftritt des Köln-Triathlon geklickt und Motivation gesammelt. Bitte jetzt schon anfangen die Daumen zu drücken für gutes Wetter Anfang September!!!

5. Einen Kaffee in Ruhe in der Sonne genießen – Frühling ik hör Dir trapsen…

6. Die Beine vom MiniMonster sind zwar krumm – aber nicht zu krumm sagt der Kinderorthopäde! Danke Herr Kollege! Eine Sorge weniger 🙂

7. Besuch am Abend zu Datteln, Wein und Brot

Die Woche kann kommen!!!