Patientenzufriedenheit – und die eigene…

Wenn man mehrere Tage nacheinander in einer („Notfall-„) Ambulanz arbeitet, dann trifft man eine Menge sehr unterschiedliche Menschen. Viele Zusammentreffen sind dabei banal, bleiben einem nicht in Erinnerung, sind „RoutineKrankheiten“ und „RoutineGespräche“.

In den letzten Tagen haben mich allerdings einige Menschen beeindruckt und ein wenig zum Nachdenken gebracht.
Das waren die Damen und Herren über 90! Davon habe ich in der letzten Zeit erstaunlich viele kennengelernt – unglaublich fitte Menschen aber auch demente und kranke ältere Herrschaften. Die einen erzählen dann von Ihrer Gefangenschaft in Rußland, die anderen singen „Hänschen Klein“.

Ein Herr (mit einer banalen Wunde am Kopf) aber hat folgendes zu mir und seiner Tochter gesagt: „Vielen Dank Frau Doktor für Ihre Fürsorge. Ich finde es großartig wie sich hier um mich gekümmert wird. Ist es nicht toll dass unsere Gesellschaft so etwas geschaffen hat und mir hier so schnell und gut geholfen wird!“

Und genau an diese Tatsache möchte ich gerne nochmal erinnern: Wir haben ein Gesundheitssystem was einen sehr sehr hohen Standard bietet! JEDEM wird bestmöglich geholfen. Es ist in unserern Krankenhäusern sauber, warm, sicher und die Türen sind immer auf. Es wird oft sehr geschimpft über Ärzte, Krankenhäuser und unser Gesundheitssystem. Und gerade was letzteres angeht besteht sicherlich Handlungsbedarf – besonders um in Zukunft eine gute Versorgung zu sichern. Aber aus Sicht der 90-jährigen Menschen und auch aus Sicht vieler, vieler anderer Menschen aus anderen Ländern ist das was hier als normal gilt, und was lauthals eingefordert wird, falls es mal nicht schnell genug oder komplikationslos funktioniert, sicherlich eine Versorgung, auf die alle, die daran beteiligt sind und waren stolz sein können.
Das sollten sowohl die Patienten, aber auch alle, die Tag und Nacht dafür schuften, sich ab und zu noch mal ins Gedächtnis rufen. Vielleicht vergrößert das auch die individuelle Zufriedenheit und Motivation und bringt uns dazu dafür zu sorgen, dass wir auf diesem Niveau weiter arbeiten können…

Und all den ambitionierten Eltern von Hockey- und Fußballspielenden Kindern, die mich mit dem Blick auf die Uhr nach einer Stunde Wartezeit begrüßen sei hier nochmals versichert: Ein Muskelfaserriss ist KEIN NOTFALL!!!

Pink Monday

Alaaf!!!

Also eigentlich eher: Moin! Heute gibt es tatsächlich wieder einen „echten“ Pink Monday – allerdings aus Hamburg und nicht aus Köln.

Und heute hat diese Kategorie tatsächlich ihren Zweck erfüllt. Es fiel mir nämlich wirklich schwer Glücksmomente zum festhalten zu finden als ich mit dem Schreiben begonnen habe. Die letzte Woche (und leider auch die 2 kommenden) war ein MischMasch von viel Arbeit, müden Momenten, Meckereien und Flüchtigkeitsfehlern. Kennt ihr den Zustand, wenn man vor Müdigkeit nicht mehr richtig denken kann? „Nach müde kommt dumm“ heißt es ja…

Aber beim Kramen im Gehirn nach glücklichen kleinen Schnipseln bin ich dann doch auf einiges gestoßen und meine Stimmung wurde rosiger und pinker…

1. Die MiniMonsterin beschützt ihren kleinen Bruder in der Spielecke vom Cafe mit allem was sie hat (ganz besonders mit ihren Ellenbogen)
2. Im Gespräch mit dem Schwager merke ich dass ich noch fast alles von meinem Fotokurs bei Ole letzten Sonntag behalten habe! (Juchuu! Mein Gehirn kommt langsam wieder auf Betriebstemperatur!)
3. Mittagspause vom MiniMinimonster und Malen mit der MiniMonsterin:

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(Yakari schläft im Zelt unterm Regenschirmbaum und bekommt Besuch von einem Indianermädchen im rosa Rollkragenkleid)

4. Hotel Grand Elysee in Hamburg – flauschige Teppiche, tolle große Zimmer mit Aussicht bei schönstem Februarwetter. Seufz! Dank an den WeltBestenEhemann.

5. Schwimmen mit beiden Monstern, leuchtende Augen und übermütiges Lachen.

6. Ein Perfektes Glas Rotwein, das ein trubeliges Abendessen mit zwei MiniMonstern im französischen Restaurant doch noch seeeeehr erträglich macht.

7. Der letzte Glücksmoment des Tages: Handy aus! Licht aus!

Schöne Woche!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pink Tuesday – again…

Wieder ist aus dem Pink Monday ein Dienstag geworden. Vielleicht sollte ich die Namensgebung dieser Kategorie nochmal überdenken…

Allerdings liegt es diesmal daran, dass ich meinen freien Montag gegen einen freien Dienstag getauscht habe. Als WiedereingestiegeneMutti muss man ja besonders zeigen, wie flexibel man trotz der Kinder ist (was natürlich nicht stimmt – man ist nur extrem gut organisiert und ich habe auch noch das besondere Glück eine Menge liebe Backup-Menschen zu haben, die sich für Plan B-F anbieten und einen (in Kopf und Job) flexiblen Mann…)

Das bringt mich direkt zu Punkt 1 und 2 meiner Liste:

1. Der WeltbesteEhemann, der auch in Momenten in denen ich genervt und pampig bin und kurz den Überblick verliere ruhig bleibt und kurz mal die Bestimmerrolle übernimmt. Diese Momente tun gut und landen daher auf dieser Liste.

2. Mal wieder ein kleiner KlauMoment aus der NIDO: Das Momback!

Momback (1 von 1)

 

3. Ein laaaaaanges Telefonat mit einer Freundin und Kollegin, das mich mit dem guten „ich-bin-nicht-alleine“ Gefühl hat ins Bett gehen lassen.

4. Der große Spaß den mein MiniMonster daran hat auf Schrägen zu laufen, vorzugsweise in Einfahrten, dreckigen Discounter Ladezonen und Tiefgaragen. Und vor allen Dingen: immer und immer wieder! Und mit ordentlich krummen O-Beinchen. Aber mit einem riesigen Strahlen im Gesicht!

5. Freier-Tag-Frühstück

Waffel1 (1 von 1)

6. MiniMonsterin und ihre Patentante bäuchlings und einträchtig malend auf dem Kinderzimmerboden

7. Ein Abend mit Badewanne, Couch und Fernseher.

Elterngeld für Väter

Als ich noch in Elternzeit war und ein wenig mehr Zeit hatte als jetzt hab ich folgenden Artikel in der „Mom“ gelesen… Ein wenig zum Schmunzeln, ein wenig zum Nachdenken…

Elterngeld bekommt man für Familienarbeit – nicht für Reiseleitung!
Elterngeld = steuerfinanzierte Mittel, die aus drei Gründen ausgeschenkt werden:
1. Damit Eltern in der ersten Zeit nach der Geburt bei ihrem Kind bleiben können, ohne dass die Familie in allzu große finanzielle Schwierigkeiten gerät
2. Damit gut verdienende Frauen überhaupt in Betracht ziehen eine Babypause zu machen
3. Damit die Väter mal sehen, wie das so ist. Wenn man zu Hause bleibt und füttert, wickelt, putzt, wäscht, trägt, macht und tut und alles gleichzeitig, während der andere fröhlich arbeiten geht. Wie es ist, wenn man trotz dem ganzen Scheiß regelmäßig von Wellen großer Liebe geflutet wird.
Wie es eben ist, viel Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Hier werden jetzt sicher einige Väter den Finger in die Luft recken und sagen: Ja, aber deshalb fahren wir doch nach Asien, um so richtig intensiv zusammen zu sein. Klar. Und wer kümmert sich während der Reise ums Alltagsgeschäft Baby? Wer wickelt vor der Kulisse von Angkor Wat? Na? Pardon: Deine Mudder… (Simone von Brigitte Mom)

Ich habe einige Bekannte wiedererkannt und frage mich ob man sich freuen soll, dass Männer auch in der Medizin und innerhalb der jahrzehntelang „bewährten“ Strukturen eines Klinikalltags endlich auch Elternzeit nehmen oder ob man weiter fordern und nerven soll, dass sich auch in den Köpfen endlich die Gleichberechtigung breitmacht…

Und wollen wir das überhaupt? Oder ist es nicht doch einfach wunderbar ein Jahr – oder auch länger einfach nur das Dasein mit einem so kleinen Menschen zu genießen und dem Papa das Geld verdienen zu überlassen? Und was bedeutet das für die Beziehung? Zum Kind und zum Papa?

Was meint Ihr?

Pink Tuesday

Auch diese Woche sollte eigentlich mit 7 Glücksmomenten starten…

Aber schon in Woche 2 muss ich einsehen, dass ich es nicht pünktlich geschafft habe. Zeit hatte ich. Es fehlten mir an diesem Montag aber einfach die Highlights. Es war ein ziemlich müder, typischer, verregneter und nicht wirklich besonderer Wochenbeginn.

Daher gibt es diese Woche den Pink SonnMonDienstag:

1. ist eigentlich von Sonntag, wirkt aber noch immer nach: Ich habe mir „Honig im Kopf“ im Kino angesehen. Genau genommen war das zwar kein reiner Glücksmoment, aber der Film hat doch sehr starke Emotionen ausgelöst. Und diese Tatsache empfinde ich einfach als Glück.

2. Ich habe den Film mit einer lieben Freundin gesehen, der ich mich durch den Film und auch durch unsere beiden Familiengeschichten bedingt sehr nah gefühlt habe. Wir denken einfach oft ähnlich, man muss nicht viel erklären und fühlt sich doch verstanden.  Danke dafür!

3. Halb schlafend auf dem Sofa den XLIX. Superbowl verfolgen und vom WeltbestenEhemann den Kopf gekrault bekommen.

4. (für Medizin-Insider) Erste Erfolgserlebnisse im gleichzeitigen Umgang mit Kamera, Optik,  Tasthaken, Lichtkabel und Bein unter geduldiger fachkundiger Anleitung (Praktische Hinweise).

5. Die MiniMonsterin, die glücklich strahlend und „Mama“- rufend aus dem Ballettsaal stürmt.

6. Mit der MiniMonsterin eins meiner Lieblingsbücher zum InsBettGehen lesen. Wunderschön illustiert, mit wenig Text und einer Menge Tiefsinn. Es beschreibt ganz zauberhaft die Dinge, die man auch ohne Worte sagen kann.

Unbenannt

7. Am Dienstag nicht wieder vor 6 aufstehen zu müssen und dann tatsächlich um halb 8 erst von der MiniMonsterin mit ner Menge Küsse auf den Kopf geweckt zu werden.

Eine schöne Woche mit täglichen Glücksmomenten wünsche ich Euch!

 

 

 

 

Zu Hause – Teil 1

Bevor der Frühling richtig anfängt, hier noch ein längst überfälliger Beitrag zum Thema:

Zu Hause. Das bedeutet mit offenen Armen empfangen zu werden, kein Besuch zu sein, sondern einfach da zu sein, nicht den Bauch einziehen zu müssen, Sonderwünsche beim Essen anmelden zu dürfen und mit dem MiniMonster zum Mittagsschlaf verschwinden zu können.

Es bedeutet zu wissen, dass meine Kinder zu 100% willkommen sind und so sein dürfen wie sie sind.

Es bedeutet sich das Lieblingsessen zu wünschen und vollgefuttert und glücklich mit Taschen voller Kuchen, Leckereien und schöner Kindheitserinnerungen in das andere Zu Hause zu fahren.

IMG_1972

Ein Tag bei der MamaOma ist für die Minimonster – und auch für mich – doch immer etwas ganz besonderes!

Und erst recht, wenn dann auch noch Schnee liegt…

Wunderbar ist, dass sich die MiniMonsterin und die MamaOma so gut verstehen. Es macht mich glücklich zusehen, dass meine MiniMonsterin sie sooooo sehr mag. Die beiden waren im ersten Jahr der Kleinen viel zusammen, das merkt man noch immer. Ich bilde mir ein, dass wir alle Drei uns im Innern ähnlich sind, vielleicht sind sich die beiden auch deshalb so nah…

Fazit:

Zu Hause…

… ist da wo die MamaOma ist.

 

 

 

 

 

Kaffeeduft

Vielleicht fragt ihr Euch, wo das Header-Foto geschossen wurde:

bei einem gemütlichen Frühstück vor gut einem Jahr in einem unserer Lieblingscafés hier in Köln, der Kaffebud. Einer kleinen, aber feinen Kaffee-Bar mitten in Ehrenfeld. Wunderbar handgeschreinert ausgestattet, in perfekter Lage zu DEM Spielplatz des Veedels. Und leckeren, lokal gerösteten Kaffee in allen Zubereitungsvariationen gibt es dort auch!

Es war das erste „Fotoshooting“ zu viert und die Bilder sind eine wunderbare Erinnerung an diese erste Zeit…

Familie Kulke 006

 

Familie Kulke 009

Und falls Ihr Euch nun noch fragt, WER die Fotos gemacht hat (Nein – leider sind sie nicht von mir), dann schaut doch mal bei Angela und Ole vorbei!

Von den beiden gibt es sicher bald hier noch mehr zu sehen. sie begleiten unsere kleine Familie schon seit ein paar Jahren – eigentlich schon seit der Zeit, als wir noch gar keine Familie waren.

Und außerdem werde ich nächste Woche bei den beiden einen Fotokurs machen, damit es in Zukunft dann doch auch mal annehmbare Fotos aus Eigenproduktion hier zu sehen gibt.

 

 

Pink Monday

Gegenbewegungen sind ja in Zeiten von PEGIDA, KÖGIDA, usw. gerade sehr „in“… Da habe ich mir gedacht, ich starte ab heute meine eigene kleine Gegenbewegung zum „blue monday“. Ich habe montags fast immer frei und somit ein wenig Zeit für mich (meist wird diese Zeit mit einkaufen, aufräumen und Zahnarztbesuchen gefüllt) und meine Gedanken.

Und da Glücks-Experten ja immer dazu raten, dass man sich die schönen Dinge im Leben bewusst machen und aufschreiben soll, versuche ich nun eine (hoffentlich regelmäßige) Montags-Glücks-Aktion daraus zu machen.

Also gibts hier nun Montags immer 7 Dinge – mal mit, mal ohne Bild – die mich glücklich machen und die ich mit in die Restwoche nehmen kann.

Heute gehts los:

1. Meine neue bunte Tasche, die ich aus Ghana mitgebracht bekommen habe und die den verregneten Montag tatsächlich etwas bunter gemacht hat.

2. Die Freude von meiner Minimonsterin über die tolle Geburtstagseinladung ihrer „großen“ Vorschulkind-Freundin.

3. Die duftende Massage bei meiner Lieblingsphysiotherapeutin, die die Verspannungen vom gestrigen Dienst wegzaubert.

4. Ein guter Kaffee mit Zeitung in der Kaffeebud.

5. Mich in meine neue, im Sale ergatterte, wunderbar warme armedangels sternchenjacke kuscheln.

6. Ein Artikel in der Nido über die „Erwachsenenliebe, wenn erst mal Kinder im Spiel sind“, der mich mal wieder daran erinnert hat, wie gut ich es habe und wie unglaublich die Tatsache ist, dass ich den Weltbesten-Ehemann gefunden habe

7. Zum Abschluss des Tages gab es noch ein Whats-app Video vom süßesten Neffen aller Zeiten.

Das ist eine Menge Glück im Bauch für die nächsten Tage!

Ich hoffe bei Euch auch…?